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Unterstützung für sozioökonomische Wiedereingliederung

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Am 28. November 2017 besuchten Delegationen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, angeführt von Eamon Gilmore und Jean Arnault, die sozioökonomischen Initiativen in Form einer Agrarfarm „Nueva Colombia“ und eines „farianischen“ Bekleidungsprojektes in der Zone „Amaury Rodríguez“ in Conejo in La Guajira. Diese Initiativen sollen die Wiedereingliederung der ehemaligen Kämpferinnen und Kämpfer in das zivile Leben gewährleisten.

Im Rahmen des Besuchs wurde eine Tour durch die integrale Agrarfarm und das Textilprojekt durchgeführt, in denen die Delegationen aus erster Hand die Projekte kennenlernten. Hierbei gab es keinerlei Unterstützung vom kolumbianischen Staat. Das Treffen bewies das Engagement und die Unterstützung der Vereinten Nationen und der Europäischen Union bei der Entwicklung von Projekten zur Gewährleistung der Wiedereingliederung der ehemaligen Aufständischen der FARC.

Der Delegierte der Europäischen Union, Eamon Gillmor, ist auch der ehemalige Vize-Minister und ehemalige Leiter für auswärtige Angelegenheiten und Handel von Irland und er hat ebenso im Jahr 2015 den Auftrag erhalten, mit allen Parteien in Kolumbien die Koordination für Aktionen und Initiativen der Europäischen Union zur Unterstützung des Friedens zu erleichtern. Ihm ist es zu verdanken, dass mehr als 2,3 Millionen Euro zur Finanzierung von zwei Projekten zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern in Kolumbien geflossen sind.

Die Wiedereingliederung, die vor allem wirtschaftliche, soziale und persönliche Sicherheit bedeuten muss, ist einer der entscheidenden Schritte zur Umsetzung des Friedensabkommens. In vielen Zonen der Wiedereingliederung gibt es Projekte, die aus der FARC heraus und ohne staatliche Unterstützung entstanden sind. Exemplarisch sind vor allem landwirtschaftliche Projekte wie in der Zone in Miravalle (San Vicente del Caguán), in Agua Bonita (La Montañita), in der Zone Antonio Nariño (Icononzo) oder in der ETCR Ariel Aldana (Tumaco) zu nennen.

Ebenso gibt es Projekte für ökologischen Tourismus, vor allem in den Provinzen Caquetá (Miravalle) und Meta (La Macarena), für Werkstätten, Schneidereien, Restaurants, Bäckereien und die Gründung von Kooperativen, in denen diese gemeinschaftlichen ökonomischen Projekte entstehen sollen. Übergeordnet steht dafür ECOMUN, die kooperative Organisation der FARC. Alle Projekte haben eine Strahlkraft über die Zonen der Wiedereingliederung hinaus in die angrenzenden Regionen mit ihrer lokalen Bevölkerung.
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